• Christine Dicker

alfi eröffnet Museum

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Am 2. Juli 2022 eröffnet das neue alfi Museum, in dem die einzigartige Geschichte der Aluminiumwarenfabrik Fischbach erzählt wird. Am Gründungsort im thüringischen Fischbach werden mehr als 100 Jahre Produkthistorie in einem ehemaligen Angestellenwohnhaus der Firma alfi gezeigt und mit Shop, Reparaturservice und Einblicken in die Produktion interaktiv ergänzt. 1914 von Carl und Sophie Zitzmann gegründet, entwickelte sich alfi in nur wenigen Jahren zur weltbekannten Marke für Isoliergefäße.


Im Garten empfängt das alfi Museum die zu Besuch Kommenden mit riesigen Kannenmodellen, einem übergroßen Glasmacher und einer Vakuumsäule zur Verdeutlichung der physikalischen Kräfte des Luftdrucks – und präsentiert so das Herz von alfi: Hochwertigste Isoliertechnik für perfekten Genuss. Das Juwel der Ausstellung ist der gleichnamige Isolierkannen-Klassiker. Im Jahr 1918 für die Pullmannwagen der amerikanischen Eisenbahnen entwickelt, wurde die Juwel immer wieder behutsam dem Zeitgeist angepasst und ist bis heute eine der beliebtesten Isolierkannen überhaupt. Aber auch viele andere Isolierprodukte aus zehn Jahrzehnten Industriegeschichte wurden sowohl von der alfi GmbH als auch aus dem privaten Besitz der Familie Zitzmann für das Museum zur Verfügung gestellt. Das ist Fischbacher Geschichte hautnah erlebbar gemacht. Auf ca. 80 qm und in drei Räumen können die zu Besuch kommenden die Anfänge der Produktion ebenso kennenlernen wie den aktuellen Stand der Technik.


Die Wahl des Standorts ist eine Hommage an die Ursprünge der Aluminiumwarenfabrik Fischbach. Hier in Thüringen begann 1914 alles mit zehn Mitarbeitenden und der genialen Idee, Haushaltswaren aus dem neuen Gebrauchsmetall Aluminium zu fertigen. Das brachte der landwirtschaftlich geprägten Rhön eine industrielle Revolution und dem Unternehmen bis 1948 zeitweise bis zu 500 Angestellte. Hier erlebten die Zitzmanns aber auch ihre schwersten Stunden, die das Museum ebenso thematisiert wie die erfolgreichen Meilensteine.

Dreimal mussten die Gründer und die Belegschaft von vorne beginnen: Nach einem zerstörerischen Brand 1935, aufgrund der Folgen des Zweiten Weltkrieges und schließlich wegen der Enteignung 1948 und der damit verbundenen Umsiedlung an den heutigen Firmensitz im baden-württembergischen Wertheim, dem Geburtsort von Sophie Zitzmann.


Etwas aufzubauen – und das immer wieder – liegt in der Haltung der Zitzmanns und ihres Umfelds. Jetzt folgt mit dem Museum der nächste Schritt. Der Initiator des Museums ist ein Fischbacher, der über die Geschichte seiner Großmutter und Mutter, die in der alfi und teilweise bei der Familie Zitzmann arbeitete, eng mit alfi verbunden ist. Was als Idee eines Einzelnen begann, ist längst ein Gemeinschaftsprojekt mit eingetragenem Verein und dem großen Zuspruch der Familie Zitzmann. „Und mittlerweile bringen uns auch Einwohner aus Fischbach und Umgebung jede Menge Exponate vorbei“, berichtet der Initiator und Vereinsvorsitzende.


Auf die Frage, was die Welt ohne alfi wäre, antwortet er spontan: „Das wäre wie kalter Kaffee“ und man spürt sofort seine Leidenschaft für die Geschichte von alfi, die das Museum transportieren wird.


Das Museum lässt das Flair vergangener Zeiten und die Verbundenheit mit alfi und der Region spürbar aufleben und beweist einmal mehr, dass Tradition und Innovation zusammengehören, wenn es darum geht, dauerhaft erfolgreich zu sein. Abgerundet wird das Museum durch einen kleinen alfi Shop und Filme. Kinder fasziniert besonders die bei alfi gedrehte „Sendung mit der Maus“.

www.alfi.de

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