Küchenprofi: Wir haben den manuellen Bereich um Elektro erweitert

Aktualisiert: 24. Aug.
- HINTERGRUND -
Das eine oder andere Elektrokleingerät gab es im Sortiment der Küchenprofi Group schon immer. Wie zum Beispiel einen Wasserkocher bei Cilio oder einen Vakuumierer bei Spring. In diesem Sommer hat das Solinger Unternehmen erstmals eine ganze Kollektion von Elektrokleingeräten unter der Marke Küchenprofi vorgestellt. Björn Weißmeier, einer der Geschäftsführer der Küchenprofi Group, hat tischgespraech.de erzählt, welche Strategie dahinter steckt.
„Wir hatten bisher bei unseren verschiedenen Marken immer wieder mal ein Elektrokleingerät im Sortiment. Bei Cilio zum Beispiel einen Toaster oder einen Kaffeekocher, bei Spring zum Beispiel einen Vakuumierer. Das waren Einzelprodukte, wir hatten für diese Geräte kein schlüssiges Konzept,“ erklärt Björn Weißmeier. Das habe sich erst mit der Heißluftfritteuse geändert, die die Solinger zur Ambiente 2026 in Frankfurt vorstellten. Rund um den Airfryer habe man umfangreiches Zubehör wie Ölsprüher, Keramikformen und anderes mehr dem Handel präsentiert. „Das waren Produkte, die wir bereits im Sortiment hatten. Wir haben dem Handel gezeigt, wie er rund um den Airfryer ein schlüssiges Konzept inklusive Zubehör aufbauen kann. Und das hat sehr gut funktioniert.“ Der Handel habe die Idee verstanden. Und natürlich könne das Zubehör auch in Geräten anderer Hersteller verwendet werden.
Der Erfolg dieses Konzeptes hat Küchenprofi ermutigt, eine ganze Kollektion von Elektrokleingeräten auf den Markt zu bringen. Dazu gehören ein Hand- und ein Stabmixer, ein Smoothiemaker, ein Multizerkleinerer, ein Wasserkocher und ein Toaster, ein Kontaktgrill, ein Sandwichmaker, ein Vakuumierer, eine Induktionskochplatte und natürlich auch der Airfryer. „Also im Endeffekt alle Produkte, die im Küchenalltag eine hohe Relevanz haben.“ Die Zusammenstellung war für Küchenprofi insofern schlüssig, weil man seine Kunden in genau diesen Segmenten auch mit anderen Artikeln beliefere. „Wir haben den manuellen Bereich jetzt um Elektro erweitert, die Kompetenz hatten wir schon vorher.“ Im Vordergrund bei der Produktentwicklung standen Funktion, Qualität und die Ausstattung. Und das die einzelnen Produkte eine gemeinsame Materialsprache haben.
Laut Björn Weißmeier hat der Handel die neue Kollektion, die in München auf der TrendSet erstmals präsentiert wurde, gut angenommen, auch weil die Marge passe: „Schön, dass wir jetzt eine Alternative haben – das hörten wir in München öfters.“ Mit der neuen Kollektion schließe Küchenprofi auch eine Lücke, denn viele der großen Marken seien in den Elektromärkten und Online stark vertreten, die Solinger hingegen legen den Fokus auf den stationären Einzelhandel. „Der Handel hat uns gegenüber eine hohe Erwartungshaltung, auch durch die langjährigen Partnerschaften, dass wir gesunde Aufschläge anbieten.“
Natürlich will man auch bei den neu hinzugekommenen Elektrokleingeräten die Idee, die bei der Heißluftfritteuse mit dem Zubehör schon so gut funktioniert hat, wiederholen. Da, wo es eben schlüssig ist und man auch das entsprechende Zubehör im Sortiment hat. Auf der EK in Bielefeld wird das neue Konzept ebenfalls gezeigt, und langfristig gesehen sind durchaus Erweiterungen geplant. Jetzt heißt es erst einmal, die neue Produkte im Handel bekannt zu machen und zu platzieren.
Wenn es weitere Neuheiten in diesem Segment geben soll, dann müssen diese natürlich auch in die Sortimentsphilosophie passen und einen erkennbaren Nutzen mitbringen, erklärt Björn Weißmeier. Man beobachte den Markt sehr genau und reagiere auf die jeweiligen Trends mit entsprechenden Produkten. Stichwort Schalen für Bowls und Ramen oder die Tellerreiben für Ingwershots. „Wir sind ja bei unseren Kunden bekannt, dass wir immer wieder viele und auch interessante Neuheiten bringen. Ich glaube auch, dass man Trends unbedingt mitmachen muss, um zu zeigen, dass man immer am Puls der Zeit ist.“ Das trage auch dazu bei, dass die Küchenprofi Group sich in diesem herausfordernden Jahr bislang durchaus gut geschlagen hat. Wobei sich die einzelnen Marken unterschiedlich präsentierten, aber in der Summe stehe die Group gut da. Den überwiegenden Anteil ihres Umsatzes erzielen die Solinger übrigens in Deutschland, das Exportgeschäft verteilt sich auf 70 % in Europa und 30 % weltweit, wobei die USA ein sehr wichtiger Markt für das Unternehmen geworden ist.















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