• Hartmut Kamphausen

Branchenbericht zum Markt „Rund um die Küche“

- HINTERGRUND -

Der Markt „Rund um die Küche“ zählt zu den Märkten, die 2020 von der Corona-Krise profitieren konnten. Nicht nur angesichts der hohen Zuwachsraten im letzten Jahr stellt sich die Frage, wie sich dieser Markt weiter entwickelt. Der Branchenbericht „Rund um die Küche“, den das IFH Köln gemeinsam mit der BBE Handelsberatung GmbH erarbeitet hat, beantwortet diese und weitere Fragen.


Der Branchenbericht "Rund um die Küche" zeigt auch, welche Chancen die Corona-Krise eröffnet hat. Durch den Lockdown und die Einschränkungen beim Essen unterwegs gewannen Produktwelten, die sonst weniger im Fokus standen. Der Bericht zeigt aber auch, dass der Markt sein Wachstum in der Post-Corona-Zeit nicht wird halten können.

Der Markt „Rund um die Küche“ gehörte 2020 zu den Branchen, die von der Corona-Krise profitieren konnten. Die moderaten Verkaufszahlen der vergangenen Jahre bekamen so einen unverhofften Wachstumsimpuls. Während die Wachstumsraten in den Jahren vor der Krise eher moderat ausfielen, erzielte der Markt 2020 ein beachtliches Umsatzplus von über sieben Prozent. Damit konnte er deutlich besser abschneiden als beispielsweise der Markt für Wohnen und Einrichten (+3 %). Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass sich der Markt „Rund um die Küche“ aus drei Teilbereichen zusammensetzt, von denen zwei (Einbauküchen, E-Kleingeräte) wachstumsstark sind.


Allerdings gab es auch innerhalb des Marktes Rund um die Küche Gewinner und Verlierer. Die größten Nutznießer waren die Händler von Elektrokleingeräten, die in Zeiten von Home-Office und Homeschooling von der Nachfrage nach Kaffeevollautomaten, Wasserkochern und Co. profitierten. Ein starkes Plus verzeichneten auch die Händler von Küchen und Küchenmöbeln, welche durch das veränderte Konsumverhalten der Endverbraucher stärker nachgefragt wurden. Der ein oder andere Haushalt hat beispielsweise anstelle des Urlaubs oder der Anschaffung eines neuen Autos sein Geld in eine neue Küche/Küchengeräte investiert. GPK-Hausrat wiederum konnte aus der Corona-Krise keinen Nutzen ziehen und musste sogar einen Umsatzrückgang hinnehmen.


2021 wird der Markt „Rund um die Küche“ das Level des Vorjahres nicht halten können. Das Jahr begann mit einem starken Lockdown, der zunächst wie eine Vollbremsung wirkte. Hinzu kamen im Jahresverlauf die größtenteils von der Corona-Krise verursachten Lieferengpässe und ansteigende Rohstoffpreise, die sich auch auf dem Markt „Rund um die Küche“ bemerkbar machten. Diesen widrigen Umständen zum Trotz konnten bzw. werden sowohl Küchen als auch Elektrokleingeräte das Jahr mit einem soliden positiven Wachstum abschließen. Ebenso ist auch die Aussicht auf die folgenden Geschäftsjahre positiv, wenngleich das von Corona begünstigte Wachstum aus 2020 in der Höhe kaum erreichbar sein wird.


Als extremer Katalysator beschleunigt die Corona-Krise die strukturellen Veränderungen: Der Online-Vertrieb hat auch im Markt „Rund um die Küche“ einen weiteren Schub bekommen. 2020 wurde rund jeder siebte Euro im Internet verdient; im Vergleich zu anderen Branchen ein immer noch recht geringer Online-Anteil. Reine Internetanbieter profitierten vom zeitweilig geschlossenen stationären Handel und konnten 2020 ein sehr hohes zweistelliges Umsatzwachstum generieren. Allerdings ist der stationäre Handel hier in der Vergangenheit nicht untätig geblieben, sondern konnte seinerseits ebenfalls sein Online-Geschäft fokussieren. Auf diese Weise gelang es dem Fachhandel auch am (Online-)Wachstum zu partizipieren und seine Vormachtstellung im Markt zu untermauern.


Der vorliegende Branchenbericht „Rund um die Küche 2021“ zeigt die Veränderungen der vergangenen Jahre auf und hilft, die künftigen Entwicklungen besser einschätzen zu können, mit Antworten u.a. auf die Fragen „Wie wird sich das Marktvolumen 2021 und in den nächsten Jahren entwickeln?“, „Welchen Anteil wird der Onlinehandel auf sich ziehen können?“, oder „Wie werden sich die Anteile der unterschiedlichen Vertriebswege verändern?“


So zeigt der Branchenbericht die Entwicklung der drei Einzelmärkte (Küchen, GPK|Hausrat und Elektrokleingeräte) mit den relevanten Warengruppen, 2010 bis 2020 in der retrospektiven Entwicklung, bis 2025 in der Prognose (Küchenmöbel, Elektro-Herde/Backöfen, Kochmulden, Geschirrspüler, Kühlgeräte, Gefriergeräte, Dunstabzugshauben, Einbaugeräte, Zubehör/Montagen, Glas, Geschirr, Zierporzellan, Tonwaren, Bestecke, Tafelgeräte, Schneidwaren, Koch-/Brat-/Backgeschirr, Ziergegenstände, sonstige HH-Artikel, Küchenmaschinen, Toaster, Fritteusen, Kaffee-/Teeautomaten) auf, zeigt die Entwicklung der zehn wichtigsten Vertriebsformate der Küchen-Branche, 2010 bis 2020 in der retrospektiven Entwicklung, bis 2025 in der Prognose (Möbel-Fachhandel & Küchen-Spezialisten, Kauf- & Warenhäuser, Versender, Sonstiger Fachhandel, Internet-Pure-Player, SB-Warenhäuser/Verbrauchermärkte, Bau- und Heimwerkermärkte, C&C-GH/Objekteure, Direktvertrieb, Sonstige Anbieter), sowie eine Prognose der Gesamtmarktentwicklung bis 2025 in verschiedenen Szenarien (auf Ebene des Umsatzvolumens, der Distributionssituation und des Onlinehandels).


www.ifhkoeln.de


Die Studie kann HIER bestellt werden.

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