• Hartmut Kamphausen

Die deutschen Küchentrends 2020

- TRENDS -

Was zu Corona-Zeiten mit Homeoffice und Hygienebestimmungen in der Gastronomie naheliegend ist, war auch vorher in Deutschland schon beliebt: zuhause kochen. Das zeigen die Ergebnisse über Küchenrenovierungen aus den letzten Houzz & Home Deutschland Studien von 2017-2019, der nach Angaben von Houzz größten regelmäßig durchgeführten Studie zu den Renovierungsaktivitäten in Deutschland.


Bei den genannten Umfragen in der deutschen Houzz-Community haben 41 Prozent angegeben, dass sie jeden Tag zuhause kochen und weitere 25 Prozent immerhin fünf bis sechs mal in der Woche. Mehr als jeder Fünfte gab an, alles selbst zu kochen und keine Fertigzutaten zu benutzen. Nicht verwunderlich also, dass sich dies auch in der Küchenplanung niederschlägt. Der Lieblingsraum der Deutschen wird immer mehr zum Lebensmittelpunkt. So nutzen 22 Prozent der Befragten ihre Küchen nicht nur um darin zu essen, sondern auch etwa um Gäste dort zu empfangen (acht Prozent).*

Mit einer Community aus Immobilienbesitzern und über 2.5 Millionen Experten für Renovierungen und Wohndesign, hat houzz.de durch die Analyse der Suchtrends und Fotoabspeicherungen sowie Interviews mit Profis tiefe Einblicke darüber, wie Menschen ihre Küchen renovieren und gestalten.


Die drei Hauptgründe, weshalb Eigenheimbesitzer Ihre Küchen in den letzten drei Jahren (2016-2018) renovieren wollten, waren, dass das bisherige Design oder der Stil nicht mehr gefiel (45 Prozent), die Ausführung veraltet (27 Prozent) oder die Raumaufteilung schlecht war (24 Prozent). Deutsche Eigenheimbesitzer nehmen durchaus großangelegte Umbauarbeiten während Küchenrenovierungen vor. Hierbei wurden insbesondere Rohrleitungen, Elektrik und HLK-Anlagen modernisiert (39 Prozent), die Raumaufteilung der Küche verändert (38 Prozent) und die Küche allgemein vergrößert (26 Prozent). Die Mehrheit der renovierten Küchen in Deutschland war 12 Quadratmeter oder größer (64 Prozent) mit typischen Ausgaben von 12.000 Euro.


Küchen werden in den Wohnraum integriert


Beim Stil der Küchen sind aktuell verschiedene Präferenzen auszumachen:

● Wasserfall-Arbeitsplatten: Kücheninseln sind nach wie vor der Hingucker in deutschen Küchen – und diese bekommen jetzt ein Style-Upgrade: Auf Houzz lassen sich einige Experten-Projekte finden, bei denen die Küchenarbeitsplatten der Insel kantenlos nach unten fortgesetzt werden und wie ein Wasserfall zum Boden fließen. Das Ergebnis sieht aus “wie aus einem Guss” und fügt sich natürlicher in das Umfeld ein.

● Die “Nicht”-Küche: In vielen Wohnküchen lässt sich erkennen, dass zunehmend möbelähnliche Elemente und Dekoaccessoires integriert werden, die den persönlichen Stil des restlichen Zuhauses aufgreifen. Auch sind vermehrt Küchen zu finden, die vollständig hinter maßgeschneiderten Schränken verschwinden, sodass alle Funktionen verborgen bleiben, wenn sie nicht verwendet werden.

● Kochen wird bunter: Weiße Küchenfronten waren unter den Suchanfragen nach wie vor am beliebtesten. Variantenreichtum und Wohnlichkeit entsteht hier vor allem durch farbige oder gemusterte Küchenspiegel oder Arbeitsplatten sowie im Mix mit Holz. Unter den meist gespeicherten Fotos finden sich aber zunehmend auch farbige Küchen in sanften Creme-, Braun- und Grautönen sowie soften Pastellen über diverse Grünschattierungen wie Mint, Salbei, Lind oder Olivgrün bis hin zu kräftigem Aubergine, düsterem Blau und Anthrazit.


Natürliche und edele Materialien werden bevorzugt


Naturmaterialien wie Holz, Naturstein oder Klassiker wie MDF und Laminat sind als Material für Fronten und Arbeitsflächen aus deutschen Küchen nicht mehr wegzudenken. Aber es gibt mehr – neues, innovatives, wiederentdecktes. Diese Materialien sind in aktuellen Projekten auf houzz.de besonders beliebt:

● Seidenmatt: Fenix gehört zu den Hinguckern in deutschen Küchen. Denn samtig matte Oberflächen sind hoch im Kurs und werden zunehmend von Experten auf Houzz für neue Küchenprojekte genutzt. Das neuartige, hauchdünne Nanotech-Material wird auf ein Trägermaterial, z. B. Roh-, Leicht- oder Pappelspan oder MDF, aufgetragen und ist stark beanspruchbar, abrieb- und kratzfest sowie reparabel.

● Robustes Naturprodukt: Nachhaltigkeit ist kein Trend mehr, sondern längst selbstverständlich im Interieur und eine branchenweite Bewegung. Wenn es um nachhaltige Materialien geht, erlebt Bambus gerade ein großes Comeback. Als Ökomaterial taucht es in diesem Jahr zum ersten Mal in den meistgesuchten Begriffen auf und wird auf Houzz zunehmend für Küchenarbeitsplatten und -fronten verwendet.

● Wie bei den Profis: Edelstahl ist das Material in Profiküchen – bisher. Auch in privaten Küchen wird das glänzende Material auf Houzz zunehmend beliebter. Das liegt auch daran, dass es mittlerweile innovative Oberflächenbehandlungen gibt, die das Material weniger empfindlich für Kratzer und Fingerabdrücke macht.

● Wieder entdeckt: Das seit Jahrtausenden bekannte Materialgemisch Terrazzo mit seiner typischen Optik erlebt gerade einen echten Hype im Interieur. In Küchenrojekten auf Houzz wird es vor allem für Böden sowie für Arbeitsplatten genutzt.

● Luftig und edel: In vielen Projekten auf Houzz zu sehen: Glas erfreut sich momentan in Küchen zunehmender Beliebtheit. Doch nicht nur als Spritzschutz, das Material ist auch – entgegen aller Vorurteile – hervorragend für Arbeitsplatten geeignet, da es robust, pflegeleicht und kaum

anfällig für Kratzer ist.


Die Plattform


Houzz ist die führende Plattform für Renovierungen und Wohndesign und bietet seinen Nutzern vom ersten bis zum letzten Schritt alles, was sie benötigen, um ihr Zuhause zu verschönern und neu zu gestalten – auf dem Desktop genauso wie über mobile Endgeräte. Von der Dekoration eines einzelnen Raumes bis zum Bau eines individuellen Hauses und allem dazwischen verbindet Houzz Millionen von Immobilienbesitzern und Wohndesign-Experten landesweit und auf der ganzen Welt. Mit der weltweit größten Datenbank für Wohnideen und einer technologie-affinen Community ist Houzz der einfachste Weg, um Inspiration zu finden, Ratschläge zu bekommen, neue Produkte zu entdecken und die Experten zu beauftragen, die dabei helfen, eigene Ideen in die Realität umzusetzen. Houzz hat seinen Hauptsitz in Palo Alto, Kalifornien und unterhält internationale Büros in London, Berlin, Sydney, Moskau, Tel Aviv und Tokio.


* Quellen: Umfragen mit mehr als 100 Teilnehmern in der Houzz-Community .


www.houzz.de


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