• Christine Dicker

IVSH mit Umsatzminus

Aktualisiert: 14. Feb 2019

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Wie der Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren (IVSH) am 8.2.2019 auf der Ambiente bekanntgab, sank der Umsatz der deutschen Schneid- und Haushaltswarenindustrie 2018 um 3,8 % auf gut 2,3 Mrd. €.

Damit musste die Branche – bedingt durch den weltweiten Konjunkturrückgang - nach einem relativ lang anhaltendem Aufschwung erstmals wieder Rückgänge hinnehmen. Besorgt zeigt sich Hartmut Gehring, Vorsitzender des IVSH, über die Preisentwicklung: „Der Markt an sich ist nicht geschrumpft, die Stückzahlen sind nicht gesunken. Das heißt, es werden immer mehr günstige Produkte verkauft, die zu diesem Umsatzminus führen. Der Preisdruck steigt.“

Am besten haben laut IVSH die Hersteller von Kochgeschirren, Pfannen und Küchenhelfern abgeschnitten, die mit 943 Mio. € ihren Umsatz auf Vorjahresniveau halten konnten. Allerdings ist hier der Auslandsumsatz mit 13,7 % besonders stark zurückgegangen. Rückläufig waren auch die Umsätze in den beiden anderen Sparten: Die Schneidwarenindustrie verzeichnete ein Minus von 6,3 % auf 1,2 Mrd €, die Besteckindustrie um 6,1 % auf 170 Mio. €. Wie Wilhelm Seibel, geschäftsführender Gesellschafter der mono GmbH, Mettmann und Vorsitzender der Fachgruppe Besteckindustrie, erläuterte, so war der Rückgang des Auslandsumsatzes mit minus 1,1 % noch moderat. Im Inland hingegen fiel er mit Minus 7,6 % wesentlich stärker aus, davon waren fast alle Materialarten betroffen.

Sinkend sind ebenso auch die Außenhandelsdaten der Branche, für die seitens des Statistischen Bundesamtes für die ersten drei Quartale beim Export ein Minus um 2,9 % und beim Import von 1,8 % auf jeweils 1,2 Mrd. € ausgewiesen wurde.

Die Ursachen für den Rückgang sieht der Verband in den wirtschaftlichen Problemen wichtiger Nachbarstaaten innerhalb der EU, aber auch im Handelsstreit zwischen den USA und China, den Sanktionen gegen Russland und der unsicheren Lage im Nahen und Mittleren Osten. Infolgedessen ist daher auch erstmals nach mehreren Jahren die Produktion von deutschen Schneid- und Haushaltswaren wieder gesunken, nämlich um 5,2 % auf 725 Mio. € in den ersten drei Quartalen 2018.

Für das laufende Jahr zeigt sich der Verband dennoch vorsichtig optimistisch, da die Branche zuletzt noch einmal deutlich in Produktion und Marketing investiert und damit effizientere Strukturen geschaffen hat.

www. ivsh.de

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