• Christine Dicker

Umsatzplus im Home Electronics Markt

- HINTERGRUND -

Deutliche Zuwächse zeigt der aktuelle Home Electronics Markt Index für das Jahr 2020 in den Bereichen Consumer Electronics und Elektro Hausgeräte. So ist dieser Bereich im vergangenen Jahr um 11,6 % auf mehr als 47,5 Mrd. Euro angestiegen. Pandemienbedingt waren Home Electronics-Produkte deutlich stärker nachgefragt als erwartet.


Weil ein großer Teil des Privatlebens, des Berufs und der Bildung in den eigenen vier Wänden stattfinden musste – und nach wie vor dort stattfindet – war entsprechende technische Ausstattung gefragt. Consumer Electronics-Geräte unterhalten oder stellen Informationen bereit und sind zudem die Verbindung mit der Außenwelt, indem sie die verordnete Distanz überbrücken und die Menschen privat und geschäftlich über das Internet verbinden. Elektro-Hausgeräte machen das Leben komfortabler und unterstützen bei der Essenszubereitung und der Haushaltsführung.


Kai Hillebrandt, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu Consumer & Home Electronics GmbH, sagt zur Marktentwicklung: „Die angeordneten Verhaltensregeln zum Schutz der Gesundheit in der Pandemie mit Kontakteinschränkung, Ausgangsbeschränkungen und Lockdown stehen seit einem Jahr auf unser aller Tagesordnung. Das Arbeiten und der Unterricht zuhause erfordern eine adäquate technische Ausstattung. Dazu kommen das menschliche Kontakt- und Komfortbedürfnis, das mit allen anderen Faktoren zu einem großen Wachstum im Markt für Home Electronics führte. So konnte unsere Branche von einer in dieser Höhe nicht erwarteten, deutlich gesteigerten Nachfrage profitieren. Das Zuhause, seine technische Ausstattung sowie die emotionale Bindung an das Heim stehen bei den Konsumenten stärker im Fokus.“


Elektro-Hausgeräte


Die seit langem positive Entwicklung im Bereich der Elektro-Hausgeräte setzte sich 2020 verstärkt fort: Das Umsatzplus bei Elektro-Großgeräten stieg im Gesamtjahr um 10,4 % auf einen Gesamtumsatz von knapp zehn Mrd. Euro. Vor allem bei den Gefriergeräten gab es einen Riesenschub. Bei den Elektro-Kleingeräten fiel der Zuwachs mit 21,3 % auf rund 7,1 Mrd. Euro Umsatz noch stärker aus.


Speziell die Haushaltsgeräte, die der Zubereitung von Lebensmitteln dienen, wuchsen in diesem Zeitraum überdurchschnittlich: Die Kategorie Food Preparation, also beispielsweise Mixer, Küchenmaschinen, Rührgeräte und Kochmixer, legte laut GfK um 31 % auf knapp 266 Millionen Euro zu. Dabei wurde mit Küchenmaschinen ein Umsatz von 96 Millionen Euro (+ 30 %) und mit Handmixern von 34 Millionen Euro (+ 17 %)** erzielt.

Aber auch der Bereich Personal Care & Beaúty erzielte ein Wachstum von 5,1 %. Das größte Plus allerdings gab es mit 153,8 % bei der Lufthygiene.


Consumer Electronics


Gerade Produkte mit einem Bildschirm verzeichneten 2020 teilweise zweistellige Steigerungen bei Umsatz und Stückzahl im Vergleich zum Vorjahr. Mit Fernsehgeräten konnte ein Umsatz von knapp 4,2 Mrd. Euro (+ 13,3 %) erzielt werden. Die verkaufte Stückzahl stieg um 11,2 % auf 7,2 Millionen Geräte, der Durchschnittspreis um 1,9 % auf 583 Euro. Auch der Durchschnittspreis der Smartphones stieg an, um 1,5 % auf 499 Euro. Beim Umsatz erzielten Smartphones 11,2 Mrd. Euro (+ 3,3 %) mit knapp 22,5 Millionen Stück (+ 1,8 %).


Die privat genutzten IT-Produkte waren außergewöhnlich stark nachgefragt: PCs erhöhten die verkaufte Stückzahl um 10,7 % auf rund 1,1 Millionen Stück und 916 Millionen Euro Umsatz (+ 11,1 %). Notebooks konnten ihren Umsatz um 26,8 auf knapp 3,6 Mrd. Euro und Tablet-PCs um 26,8 % auf mehr als 1,7 Mrd. Euro steigern. Es wurden 23,9 % mehr Notebooks als im Vorjahreszeitraum verkauft, nämlich knapp 4,9 Millionen Stück und die Anzahl der verkauften Tablets nahm um 12,9 % auf knapp 4,6 Millionen Stück zu. Während der Durchschnittspreis der PCs annähernd stabil blieb (+ 0,4 %, 824 Euro), stieg er bei den Notebooks leicht (+ 2,4 %, 732 Euro) und bei Tablet-PCs zweistellig um 12,3 % auf 378 Euro an. Besonders deutlich fiel die Umsatzsteigerung bei Monitoren aus. Sie erreichten einen Umsatzzuwachs um 64 % auf 948 Millionen Euro. Die verkauften Stückzahlen erhöhten sich entsprechend auch deutlich um 59,7 % auf knapp 4,2 Millionen.


Ausblick auf 2021


„Wir sind uns bewusst, dass uns das Jahr 2020 mit der Corona-Pandemie eine Sonderkonjunktur beschert hat. Dies wird im laufenden Jahr so nicht wiederholbar sein. Da aber für viele Home Electronics-Produkte weiterhin eine große Nachfrage besteht, sind wir hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung vorsichtig optimistisch für den Gesamtmarkt der Consumer Electronics sowie der Elektro-Hausgeräte in 2021“, erklärt Kai Hillebrandt abschließend.

Die Marktzahlen der HE-Branche werden von der gfu Consumer & Home Electronics GmbH sowie der GfK gemeinsam einheitlich für alle Marktteilnehmer in Form des offiziellen Home Electronics Market Index HEMIX erhoben und für jedes Quartal veröffentlicht. Der HEMIX enthält aktuelle Marktinformationen aus den Quellen der beteiligten, kompetenten Partner.


Der HEMIX zeigt auf Basis Menge und Wert die quartalsweise Marktentwicklung in Deutschland auf. Der Home Electronics-Markt ist dabei fest und einheitlich definiert als die Summe der Verkäufe in Deutschland an private Konsumenten.

www.gfu.de

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