• Hartmut Kamphausen

Weihnachtsmärkte in Sachsen sollen stattfinden können

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Die Landesregierung von Sachsen und zahlreiche Verbände im Land, darunter auch der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V., wollen Weihnachtsmärkte in Sachsen durchführen. Der aktuelle Stand der Gespräche unter den Beteiligten lässt die Hoffnung auf eine Umsetzung zu.


In der letzten Woche tauschte sich Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch auf dem Areal des Dresdner Striezelmarktes mit dem Landrat des Erzgebirgskreises Frank Vogel, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert und dem Geschäftsführer des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. Frederic Günther über mögliche Rahmenbedingungen aus, unter denen Weihnachtsmärkte in diesem Jahr angesichts der Corona-Pandemie durchführbar sind. Staatsministerin Barbara Klepsch sagte: „Wir sind uns einig: Weihnachtsmärkte sollen stattfinden können. Sie sind ein bedeutendes Kulturgut in Sachsen mit einer Tradition, die sich durch den gesamten Freistaat zieht. Gleichzeitig sind sie von großer wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung.“

Die endgültige Entscheidung über die Durchführung der Weihnachtsmärkte obliegt den einzelnen Städten und Gemeinden. Jede Stadt oder Kommune soll selbst verantwortlich sein, ein allgemein geltendes Hygienekonzept wird nicht verlangt. Staatsministerin Klepsch betonte: „Aktuell sehen wir aber auch: Die zweite Infektionswelle hat Deutschland erreicht und es gibt täglich neue Infektionsherde. Daher ist es zum Schutz der Gesundheit wichtig, verantwortungsbewusst und achtsam zu handeln, je nach den Gegebenheiten vor Ort. Ich werde mich mit den Kommunen in einem größeren Rahmen austauschen und plane deshalb zeitnah eine Art Weihnachtsmarkt-Forum, bei dem sich Erfahrungswerte und gute neue Ideen ergänzen werden.“


Damit bekräftigte Barbara Klepsch die Aussage, die der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer in einem Telefonat mit Verbandsgeschäftsführer Frederic Günther traf: „Wir machen das!“, versicherte der Ministerpräsident und bezog sich damit auf ein Schreiben, mit dem sich der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller im Mai an den Ministerpräsidenten gewandt hatte. Darin war die eindringliche Bitte formuliert, möglichst bald eine verbindliche Aussage zur Durchführung der sächsischen Weihnachtsmärkte vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zu treffen.


Im Gespräch mit dem Verbandsgeschäftsführer sagte Michael Kretschmer, dass er unter der Voraussetzung, dass die Infektionszahlen nicht erheblich steigen, eine Durchführung der Märkte befürworte. Die Unterarbeitsgruppe des Sächsischen Tourismusministeriums schließt sich dieser Aussage an. Das Gesundheitsministerium betonte ausdrücklich, dass eine Freiluftveranstaltung weniger hohe Risiken aufweist als Veranstaltungen in geschlossenen Räumen.


Die Weihnachtsmärkte sind nicht nur für die Erzgebirgischen Kunsthandwerker entscheidend zum Überleben, sondern auch für die in diesem Jahr von der Corona-Pandemie so stark gebeutelten Branchen wie Gastronomie, Hotellerie, Reiseveranstalter und Veranstaltungstechniker. Diese waren und sind von der Krise am stärksten betroffen. Vom Saisongeschäft im vierten Quartal versprechen sich alle diese Branchen wenigstens ein bisschen Erholung nach diesem wirtschaftlich herausfordernden Jahr. Vor allem für das Erzgebirgische Kunsthandwerk ist das Weihnachtsgeschäft traditionell die umsatzstärkste Zeit des Jahres. „Insofern ist die Bereitschaft des Freistaates Sachsens, die Weihnachtsmärkte stattfinden zu lassen, ein überaus wichtiges Signal, das Zuversicht und Planungssicherheit für das zweite Halbjahr gibt“, unterstreicht Verbandsgeschäftsführer Frederic Günther.


www.erzgebirge.org

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