top of page
  • AutorenbildChristine Dicker

Home Electronics Markt 2023 verliert 4,4 Prozent

- NEWS -

 

Der Markt für Consumer Electronics-Produkte und Elektrohausgeräte entwickelte sich im Jahr 2023 rückläufig, davon ausgenommen ist unter anderem der Bereich Elektro-Kleingeräte. Er verzeichnete ein Umsatz-Plus von 1,7 % auf 7,2 Mrd. Euro.

Auch die Produktsegmente Foto, Videogames-Konsolen und A/V-Zubehör entwickelten sich im vergangenen Jahr positiv. In der Summe aber zeigt der aktuelle Home Electronics Market Index für das Gesamtjahr 2023 einen Umsatzrückgang um 4,4 % auf knapp 47,3 Mrd. Euro. Somit bleibt die Branche hinter der von den Pandemiejahren generierten Sonderkonjunktur zurück.

Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der Branchenorganisation gfu Consumer & Home Electronics GmbH, zur Marktentwicklung: „Wie erwartet, setzte sich im Jahr 2023 die bereits 2022 einsetzende rückläufige Marktentwicklung fort. Die allgemeine Unsicherheit und die Wirtschaftslage führen bei den Konsument:innen zu einer Krisenstimmung und entsprechend zu Kaufzurückhaltung. Dennoch liegt der Gesamtumsatz von knapp 47,3 Mrd. Euro im Gesamtjahr 2023 noch um rund 11 % über dem Branchenumsatz von 2019, dem Jahr vor der Pandemie, die in den Folgejahren zu einem außergewöhnlichen Umsatzwachstum führte.“


Höhere Durchschnittspreise dämpfen Umsatzrückgang


Während in den meisten Produktkategorien Stückzahlrückgänge zu verzeichnen sind, ist in vielen Segmenten der Durchschnittspreis, zum Teil deutlich zweistellig, angestiegen. Dies ist einerseits eine Folge des Kaufverhaltens, andererseits auch von Inflation und gestiegenen Einzelpreisen bedingt und hat somit die Umsatzrückgänge gebremst. Hochwertigere und besser ausgestattete Produkte zu denen die Kaufenden vermehrt gegriffen haben, haben höhere Preise erzielt. Am Beispiel der TV-Geräte sind dies die Mehrzahl der verkauften Modelle mit OLED-Technologie. Wie bereits im Vorjahr stieg auch der Durchschnittspreis der Smartphones an. Er liegt mit 701 Euro erstmals über 700 Euro, eine Steigerung um 10,4 %. Bei den Core Wearables betrug der Anstieg des Durchschnittspreises sogar 21,8 % auf nun 247 Euro. Im Fotobereich waren die Durchschnittspreise für Digitalkameras ebenfalls über den Vorjahreswerten, ein Anstieg um 12,9 % auf 811 Euro. Videogames-Konsolen verzeichneten einen um 11,7 % auf 431 Euro gestiegenen Durchschnittspreis. Notebooks (+ 8,0 %) und Tablet-PCs (+ 4,0 %) erzielten 2023 ebenfalls wieder höhere Durchschnittspreise.


Entwicklung im Bereich Consumer Electronics:


Mit einem Umsatz von 30,3 Milliarden Euro weist der Bereich Consumer Electronics in 2023 mit den Produktbereichen Unterhaltungselektronik, privat genutzte Telekommunikation und privat genutzte IT-Produkte ein Minus von 4,9 % im Vergleich zu 2022 auf.


Das Segment Unterhaltungselektronik musste mit einem Umsatz von 8,2 Mrd. Euro ein Minus von 0,6 % hinnehmen. Bei den Fernsehgeräten stehen ein Stückzahlminus von 10,8 % auf knapp 4,4 Mio. und ein Umsatzrückgang um 10,9 % auf drei Milliarden Euro zu Buche. Der Bereich Home Audio verzeichnete insgesamt ein Minus von 9,5 % auf 809 Mio. Euro. Im Segment Audio-/Video-Zubehör stiegen die Umsätze um 1,2 % auf 1,7 Mrd. Euro. Allerdings ging die verkaufte Stückzahl bei den Kopfhörern um 5,8 % auf 15,3 Mio. zurück. Videogames-Konsolen sind 2023 in der Stückzahl um 41,9 % auf mehr als 2,5 Mio. und beim Umsatz um 58,4 % auf knapp 1,1 Mrd. Euro gewachsen.


Das Segment der privat genutzten Telekommunikationsprodukte entwickelte sich 2023 mit einem Umsatzrückgang von 2,2 % auf knapp 15,5 Mrd. Euro negativ. Stückzahlen und Umsätze bei Smartphones und Core Wearables gingen ebenfalls zurück. Die deutlich höheren Durchschnittspreise federten die Umsatzeinbußen allerdings merklich ab. Die privat genutzten IT-Produkte verzeichneten einen Rückgang von 14,9 % auf knapp 6,6 Mrd. Euro. Die Sparte der PCs sowie PC-Monitore verzeichneten Umsatzrückgänge zwischen 21,8 und 5,1 % sowie Stückzahlrückgänge zwischen 25,7 und 2,2 %.


Im Bereich der Elektro-Hausgeräte blieb der Umsatz mit 17 Mrd. Euro um 3,5 % unter dem Vorjahreswert. Das Umsatzminus bei Elektro-Großgeräten betrug im Gesamtjahr 7,1 % auf knapp 9,8 Mrd. Euro. Bei den Elektro-Kleingeräten stieg der Umsatz um 1,7 % auf rund 7,2 Mrd. Euro.


Prognose Gesamtjahr 2024


Für das laufende Jahr 2024 rechnet die Branche mit einer leichten Verbesserung der Marktlage und somit einer Abschwächung des Negativtrends mit einem Umsatzplus zwischen einem und zwei Prozent.


Die Marktzahlen der HE-Branche werden von der Branchenorganisation gfu Consumer & Home Electronics GmbH sowie der GfK gemeinsam einheitlich für alle Marktteilnehmer in Form des offiziellen Home Electronics Market Index HEMIX erhoben und für jedes Quartal veröffentlicht. Der HEMIX enthält aktuelle Marktinformationen aus den Quellen der beteiligten, kompetenten Partner. Der HEMIX zeigt auf Basis Menge und Wert die quartalsweise Marktentwicklung in Deutschland auf. Der Home Electronics-Markt ist dabei fest und einheitlich definiert als die Summe der Verkäufe in Deutschland an private Konsumenten.


0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
bottom of page