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Jan Philippi: Metall ist unsere Basis

  • Autorenbild: Christine Dicker
    Christine Dicker
  • vor 17 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

- HINTERGRUND -

Wohnaccessoires gibt es bei Philippi schon lange, auf den diesjährigen Sommermessen haben die Hamburger erstmals auch eine Leuchte und verschiedene Tische vorgestellt. Jan Philippi möchte damit einen neuen Weg beschreiten und stärker in Richtung Wohnen gehen. Das hat er tischgespraech.de in einem Gespräch, das via Zoom stattgefunden hat, erzählt.


Jan Philippi, Gründer von Philippi.
Jan Philippi, Gründer von Philippi.

„Vor 34 Jahren haben wir mit kleinen Gadgets für Männer angefangen, wie zum Beispiel Geldklammern, Schlüsselanhänger. Damals standen wir vor der Frage, wie wir diese kleinen Teile auf der Messe präsentieren könnten. So entstanden unsere Fotorahmen, in denen wir dann die Produkte zeigten,“ erklärt mir Jan Philippi. Das war sozusagen der Einstieg in den Bereich Wohnen. Wohnaccessoires gehörten also schon immer bei Philippi dazu, genauso wie auch das Material Metall, das das Markenzeichen des Unternehmens ist. „Metall ist unsere Basis,“ so der Firmengründer und Designer.


Im Laufe der Jahre kamen dann immer mehr Produkte rund ums Wohnen dazu, wie Vasen und Schalen. Jan Philippi gibt diesen Produkten seine eigene Designhandschrift und hat damit Erfolg. „Das wichtigste für mich ist, eine Marke zu sein, deren Handschrift man erkennt. Das erreicht man mit größeren Dingen, die ins Auge fallen einfacher,“ erklärt er sein Konzept. Ein gutes Beispiel für diese Unverwechselbarkeit ist der Hamburger Poller. Dieser Metallhocker in Form eines Pollers spiegelt Philippis Hamburger Herkunft perfekt wider und verkauft sich seit zehn Jahren zudem gut.


Der Hamburger Poller ist seit zehn Jahren im Sortiment von Philippi und verkauft sich nach wie vor gut.
Der Hamburger Poller ist seit zehn Jahren im Sortiment von Philippi und verkauft sich nach wie vor gut.

Nun soll das Sortiment noch stärker auf den Bereich Wohnen ausgerichtet werden. Ein Gedanke, den Jan Philippi schon länger verfolgt. „Ich habe die Perspektive, dass wir wieder mehr Geld fürs eigene Wohnen ausgeben werden.“ Das hänge, so Philippi, auch mit der aktuellen gesellschaftlichen Lage zusammen. Denn wer in der Gastronomie viel Geld für Essen und Trinken ausgeben müsse und dann vielleicht mit der dort gebotenen Qualität unzufrieden sei, der koche Zuhause, lade auch wieder ins eigene Heim ein. Und dort soll es dann nicht nur repräsentativ, sondern auch gemütlich sein. Genau für solche Menschen entwirft Jan Philippi seine Kollektion.



Aber wie das mit den Ideen so ist, es braucht seine Zeit, bis daraus auch fertige Produkte entstehen. Ein Anfang sei laut Jan Philippi gemacht, man habe sich auf den Weg begeben, eine eigene Kollektion zu entwickeln. Ein Couchtisch, eine Wohnzimmerlampe und ein ausziehbarer Beistelltisch sind die ersten Produkte aus diesem Bereich, den Philippi erstmals auf der TrendSet und später dann auch auf der Nordstil vorstellte. „Der Handel war interessiert, hat sich informiert und auch gekauft. In München etwas mehr als in Hamburg,“ so Jan Philippi. Bei all diesen Neuheiten setzt der Designer auf gute Formen. „Das war mir schon immer wichtig. Ich will Produkte schaffen, die nachhaltig sind, also solche, die ich in zehn Jahren noch anschauen mag, und die im besten Fall Designikonen werden.“


Zum neuen Wohnsortiment gehört der Couchtisch mit den kantigen Ecken.
Zum neuen Wohnsortiment gehört der Couchtisch mit den kantigen Ecken.

Ein echter Hingucker ist auf jeden Fall der Couchtisch mit seinen kantigen Ecken. Er ist komplett aus Metall gefertigt, wiegt gerade mal 12 Kilo und lässt sich übrigens auch ganz einfach pflegen. Für seine Herstellung – wie auch die der anderen Neuheiten – hat Philippi neue Hersteller gefunden. „Kleinmöbel brauchen mehr Platz, in ihnen steckt mehr Handarbeit, wir haben dafür neue Produzenten suchen müssen.“ Aber auch die Leuchte – bei der Philippi ganz bewusst auf die kabellose Variante verzichtet hat – und die höhenverstellbare Beistelltische überzeugen durch ihr Design. „Für mich ist der stationäre Handel nach wie vor sehr wichtig. Dort kann man Produkte anfassen und erleben. Und Haptik hat meines Erachtens eine große Relevanz.“


Bleibt noch ein letzter Punkt: Wie geht das Unternehmen mit den gestiegenen Preisen für Rohstoffe und Energie um? „Das ist natürlich ein Thema. Wir versuchen das abzupuffern und geben das nicht an die Kunden weiter,“ erklärt Jan Philippi. Wir dürfen gespannt bleiben, wie der Weg weitergeht und welche Produkt rund ums Wohnen noch dazukommen werden. Und wünschen Jan Philippi natürlich viel Erfolg.



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