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Kaffeekonsum in Deutschland höher als in Italien

  • Autorenbild: Christine Dicker
    Christine Dicker
  • vor 11 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

- HINTERGRUND

Beim Pro-Kopf-Kaffeekonsum in Europa liegt Finnland mit 6,0 Kilogramm an der Spitze, vor den Niederlanden mit 5,8 Kilogramm und Schweden mit 5,6 Kilogramm. Deutschland erreicht 4,5 Kilogramm und positioniert sich damit vor Italien, das auf 3,6 Kilogramm kommt. Die Infografik auf Basis von Daten aus dem Kaffeereport 2026 von Tchibo und Statista verdeutlicht damit deutliche Unterschiede im europäischen Vergleich.

Auffällig ist dabei auch die starke Dominanz nordeuropäischer Länder. Neben Finnland, den Niederlanden und Schweden gehören auch Dänemark mit 5,0 Kilogramm und Belgien mit 4,7 Kilogramm zur Spitzengruppe. Südeuropäische Märkte wie Frankreich mit 2,7 Kilogramm oder Spanien mit 1,8 Kilogramm bleiben deutlich zurück. Deutschland liegt im oberen Mittelfeld und hebt sich klar von klassischen Kaffeeländern wie Italien ab.


Die Entwicklung deutet auf unterschiedliche Konsumgewohnheiten und Alltagskulturen hin. Während Kaffee in Nordeuropa häufig über den Tag verteilt getrunken wird, ist er im Süden stärker ritualisiert. Für Anbieter könnte das Wachstumspotenzial grundsätzlich zwar eher in Märkten mit niedrigerem Pro-Kopf-Konsum liegen. Allerdings dürften tief verankerte Konsumgewohnheiten eine Ausweitung erschweren.


Der ausgewiesene Pro-Kopf-Absatz von Kaffee lässt sich in der Regel als Näherung für den tatsächlichen Konsum verstehen, da beide Größen eng zusammenhängen. Allerdings bildet der Wert nur den häuslichen Markt ab und berücksichtigt weder den Außer-Haus-Verzehr noch mögliche Lagereffekte oder Verluste. Unterschiede im Kaufverhalten können daher das Bild leicht verzerren, ohne den grundsätzlichen Ländervergleich in Frage zu stellen.

Die Deutschen trinken viel Kaffee. Doch welche Zubereitungsarten stehen hierzulande besonders hoch im Kurs? Der Kaffeereport 2026 von Tchibo und Statista zeigt: Der klassische Filterkaffee bleibt die meistgetrunkene Kaffeeart, verliert zuletzt jedoch leicht an Beliebtheit. 47 % der Befragten trinken Filterkaffee, das sind 4 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig legt Caffè Crema deutlich zu und erreicht 38 %, ein Plus von Prozentpunkten – der stärkste Zuwachs unter allen Varianten.


Klassische Spezialitäten wie Cappuccino (34 %) und Latte Macchiato (26 %) verlieren jeweils an Zustimmung. Auch Milchkaffee-Varianten und Espresso geben nach, während Instantkaffee mit 17 % stabil bleibt. Die Entwicklung deutet auf eine wachsende Vorliebe für unkomplizierte, aber dennoch qualitativ wahrgenommene Kaffeeformen hin. Caffè Crema könnte von modernen Vollautomaten profitieren, die diese Zubereitung besonders einfach machen. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte sich das Kräfteverhältnis im Kaffeemarkt weiter zugunsten solcher Zubereitungsarten verschieben.

Filterkaffeemaschinen bleiben in Deutschland das meistgenutzte Gerät zur Zubereitung von Kaffee, liegen aber nur knapp vor Kaffeevollautomaten. Mit 43 % der Befragten nutzen sie minimal mehr Menschen als Vollautomaten mit 42 %. Hinter diesem Spitzenduo folgt ein deutlicher Abstand: Padmaschinen kommen auf 19 %, Kapselmaschinen auf 18 %. Klassische und manuelle Methoden wie Handfilter oder Espresso-Herdkocher erreichen jeweils 10 %.

Filterkaffeemaschinen bleiben in Deutschland das meistgenutzte Gerät zur Zubereitung von Kaffee, liegen aber nur knapp vor Kaffeevollautomaten. Mit 43 % der Befragten nutzen sie minimal mehr Menschen als Vollautomaten mit 42 %, wie die Infografik auf Basis des Kaffeereports 2026 von Tchibo und Statista zeigt.


Hinter diesem Spitzenduo folgt ein deutlicher Abstand: Padmaschinen kommen auf 19 %, Kapselmaschinen auf 18 %. Klassische und manuelle Methoden wie Handfilter oder Espresso-Herdkocher erreichen jeweils 10 %, während Siebstempelkannen und Siebträgermaschinen mit 9 beziehungsweise 8 % eine kleinere Rolle spielen. Der Markt teilt sich damit klar in zwei dominante Hauptkategorien und mehrere Nischenlösungen.

Die nahezu gleichauf liegenden Spitzenwerte deuten auf einen Strukturwandel hin: Komfort und Automatisierung gewinnen an Bedeutung, ohne dass traditionelle Methoden an Relevanz verlieren. Hersteller könnten daraus ableiten, dass sowohl einfache als auch technisch anspruchsvolle Geräte langfristig gefragt bleiben.


Welche Zubereitungsarten stehen hierzulande besonders hoch im Kurs? Der klassische Filterkaffee bleibt die meistgetrunkene Kaffeeart, verliert zuletzt jedoch leicht an Beliebtheit. 47 % der Befragten trinken Filterkaffee, das sind 4 %punkte weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig legt Caffè Crema deutlich zu und erreicht 38 %, ein Plus von 7 %punkten – der stärkste Zuwachs unter allen Varianten.



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