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Kunstinstallation in der Stadt schafft Aufmerksamkeit

Autorenbild: Christine Dicker
Christine Dicker
27. Aug.
2 Min. Lesezeit

-  NEWS -

Handelsverband Hessen sieht in der neuen Installation auf der Frankfurter Konstablerwache eine Chance für mehr Aufmerksamkeit und Aufenthaltsqualität – und wirbt zugleich für Transparenz bei öffentlichen Investitionen.


Die neue Kunstinstallation auf der Konstablerwache in Frankfurt sorgt für Aufmerksamkeit.
Die neue Kunstinstallation auf der Konstablerwache in Frankfurt sorgt für Aufmerksamkeit.

Die neue Kunstinstallation auf der Konstablerwache in Frankfurt sorgt laut dem Handelsverband Hessen für Aufmerksamkeit und für Diskussionen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Über die Frage, was attraktive und lebendige Innenstädte heute brauchen, sollte hingegen unbedingt gesprochen werden.


Der Handelsverband Hessen begrüßt grundsätzlich Maßnahmen, die neue Anlässe schaffen, Innenstadt neu zu entdecken. Denn Innenstädte stehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Verändertes Einkaufsverhalten, rückläufige Frequenzen und Leerstände machen deutlich: Die Innenstadt der Zukunft kann nicht allein Einkaufsort sein. Sie muss Begegnungsraum, Erlebnisort und Bühne des städtischen Lebens sein.


Kunst im öffentlichen Raum kann dazu einen Beitrag leisten. Sie verändert die Wahrnehmung eines Ortes, macht neugierig, schafft Gesprächsanlässe und kann Menschen dazu bewegen, einen Platz bewusst wahrzunehmen, zu besuchen und dort länger zu verweilen. Gerade an zentralen Orten wie der Konstablerwache können solche Impulse eine Wirkung entfalten, die weit über die eigentliche Installation hinausgeht.


„Innenstädte brauchen heute mehr denn je Gründe, warum Menschen gerne kommen und bleiben. Handel ist dabei ein wichtiger Baustein – aber nicht der einzige. Kunst, Kultur, Gastronomie, Veranstaltungen und attraktive öffentliche Räume müssen zusammengedacht werden. Wenn es gelingt, damit neue Aufmerksamkeit und Aufenthaltsqualität zu schaffen, profitiert am Ende der gesamte Standort“, sagt Dr. Joachim Stoll, Präsidiumsmitglied Handelsverband Hessen.


Entscheidend ist aus Sicht des Handelsverbandes deshalb weniger die Frage, ob ein Kunstwerk jedem persönlich gefällt. Viel wichtiger ist, ob Investitionen in den öffentlichen Raum dazu beitragen, Orte aufzuwerten, Menschen anzuziehen und neue Frequenz zu schaffen. Gerade viel diskutierte Projekte können dabei auch einen Wert haben: Sie bringen Innenstadt wieder ins Gespräch.


Gleichzeitig gehört zu öffentlichen Investitionen auch eine nachvollziehbare Kommunikation. Gerade wenn Projekte mit erheblichen finanziellen Mitteln verbunden sind, stärkt Transparenz über Gesamtkosten und deren Zusammensetzung die Akzeptanz in der Bevölkerung.

Für den Handelsverband Hessen ist deshalb klar: Die entscheidende Frage lautet nicht allein, was eine attraktive Innenstadt kostet – sondern auch, was es kostet, wenn wir nicht in sie investieren.


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