Nordstil Sommer zieht Bilanz
- Christine Dicker

- 27. Juli
- 3 Min. Lesezeit
- MESSE -
Die Nordstil Sommer 2026 brachte vom 25. bis 27. Juli in Hamburg rund 500 Aussteller und deren Neuheiten mit 7.000 Einkäufer aus Deutschland, den Niederlanden und Skandinavien zusammen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 542 Aussteller und 8281 Besucherinnen und Besucher, also 15,46 % mehr als 2026.
Die Qualität der Gespräche und das Orderverhalten wurden von zahlreichen Ausstellern überwiegend positiv bewertet, auch wenn weniger Facheinkäufer ihren Weg nach Hamburg fanden. „Gerade wenn sich Märkte verändern und unter Druck stehen, braucht der Handel verlässliche Partner, die Orientierung geben und die eigene Resilienz stärken. Die Nordstil bringt Menschen, Ideen, Produkte zusammen und schafft so die Grundlage für gute Sortimentsentscheidungen und erfolgreiche Geschäfte“, sagt Philipp Ferger, Bereichsleiter Consumer Goods Fairs, Messe Frankfurt.
Nach einer aktuellen Umfrage des Handelsverbands Deutschland unter 600 Unternehmen rechnen 65 % der Befragten für 2026 mit Umsätzen unter Vorjahresniveau. 69 % berichten von rückläufigen Gewinnen – bei gleichzeitig steigenden Kosten für Beschäftigung, Energie und Wareneinkauf.[1]
Aus Sicht des Handels bleibt die Nordstil ein entscheidender Termin für die erfolgreiche Sortimentsplanung. „Die Situation im Einzelhandel ist im Sommer 2026 weiterhin angespannt, die anhaltenden Krisen dämpfen die Konsumlaune merklich. Umso wichtiger ist es für den Handel, die neuesten Trends zu kennen, um den Kunden attraktive Sortimente präsentieren zu können. Die Nordstil bietet ideale Voraussetzungen für das individuelle Trendscouting. Die kompakte, gut strukturierte Messe hilft dabei, aus der Vielzahl an Angeboten genau die Produkte herauszufiltern, die zum eigenen Geschäft passen. Gerade der Mix aus bekannten Marken, Newcomern und ergänzenden Produktgruppen wie Feinkost machen den Besuch der Nordstil für den Handel so wertvoll“, sagt Beate Schraml, Leiterin GPK Handelsverband Wohnen und Büro.
Die Konzentration auf den A-Teil des Hamburger Messegeländes erwies sich dabei als klarer Vorteil. Kurze Wege, eine übersichtliche Hallenstruktur und die Gliederung in die Themenwelten Wohnen & Dekorieren, Genießen & Verwöhnen, Schönes & Schenken sowie Lebensart & Lifestyle ermöglichten eine gezielte Order.
Guided Tours als Entscheidungshilfe für den Handel
Die Guided Tours halfen Fachbesucherinnen dabei, neue Marken, nachhaltige Konzepte und verkaufsstarke Sortimente in kurzer Zeit kennenzulernen. Nachhaltigkeitsexpertin Mimi Sewalski stellte auf ihren „Green Picks“-Touren ausgewählte Ethical Style-Aussteller vor und zeigte, wie nachhaltige Produkte erfolgreich ins Sortiment integrieret werden. Beim „Speed Dating mit den Highlights der Saison“ rückten ausgewählte Neuaussteller in den Fokus.
Angelika Niestrath, Expertin für Zusatzsortimente und Präsentationskonzepte, gab zudem Tipps, wie sich neue Produkte aufmerksamkeitsstark am Point of Sale in Szene setzen lassen. Wie schenkfähige Lebensmittel und Delikatessen zusätzliche Frequenz schaffen können, zeigte Christoph Puff auf seiner kulinarischen Tour durch die Themenwelt Genießen & Verwöhnen.
Nächste Messetermine
Die Nordstil Winter findet vom 9. bis 11. Januar 2027 auf dem A und B-Gelände statt – inklusive umfangreichem Rahmenprogramm mit Trendinseln, Nordstil Forum und Areal für Buddelhelden. Zum zweiten Mal ist außerdem der GenussGipfel am Start, der am 10. und 11. Januar 2027 in Halle B2 stattfindet. Der GenussGipfel bringt Anbieter, Handel und Gastronomie aus der Feinkostbranche zusammen und ergänzt das Angebot der Nordstil um eine hochwertige Plattform für Austausch, Inspiration und neue Geschäftskontakte. Gemeinsam bilden die Nordstil Winter und der GenussGipfel die größte Ordermesse zum Thema Genuss in Deutschland.
1) Quelle: Handelsverband Deutschland, Unternehmensumfrage zur Halbjahres-Pressekonferenz vom 14. Juli 2026.





Ich bin sowohl von der Nordstil, als auch von der Ambiente Feb. 26 enttäuscht. Ich sehe den Fehler im Managemant bei der Frankfurter Messe. Immer wieder berichten mir Aussteller von hohen Kosten der Messeständen und somit ein Fernbleiben von den Messen was dem inländischen Händler schadet, beide wandern ab z. B. nach Paris (größere Auswahl günstigere Preise)
Wir haben auf der Nordstil am vergangenen Wochenende im Geschenkartikelbereich schöne Neuheiten gefunden. Jedoch wenn ich mir überlege ob ich 400 km nach Hamburg anreise oder 500 km nach Paris anreise würde ich jetzt Paris vorziehen. Ich wünsche allen gute Geschäfte .
Michael Kotters, Kotters GMBH Kleve