Der Sparplan der Groupe SEB
- Christine Dicker

- vor 6 Stunden
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Der französische Hausgerätekonzern Groupe SEB kündigte in einer Pressemeldung Ende Februar weltweit organisatorische Anpassungen an. Dazu gehört auch ein geplanter Stellenabbau, um Kosten zu senken. Laut Handelsblatt sind 1.400 Arbeitsplätze in Europa betroffen. In diesen Bereichen will die Groupe SEB sparen:
In diesem und im nächsten Jahr sollen bis zu 2100 Arbeitsplätze abgebaut werden, davon 1400 in Europa. Der Eigentümer von Marken wie WMF, Rowenta, Tefal, Moulinex und Krups beschäftigt weltweit 32.000 Mitarbeiter. Der französische Konzern will unter anderem damit die Kosten um 200 Millionen Euro senken. Auch im Einkauf und bei den laufenden Kosten soll laut SEB gespart werden. Der Stellenabbau werde zunächst aber Kosten von 200 bis 250 Millionen verursachen, für die in diesem Jahr entsprechende Rückstellungen verbucht werden sollen.
SEB hatte im vergangenen Jahr zweimal seine Umsatz- und Gewinnziele zurücknehmen müssen und dabei auf die schwächere Nachfrage in Europa sowie eine abwartende Haltung von Kunden in den USA verwiesen, berichtet das Handelsblatt. Letztlich schrumpfte das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft bei SEB 2025 um 25 % auf 601 Millionen Euro.
Wie Stanislas de Gramont, Chief Executive Officer der Groupe SEB, berichtet, habe die Groupe SEB in einem weiterhin komplexen Umfeld im Jahr 2025 ein leichtes organisches Umsatzwachstum verzeichnet, jedoch einen deutlichen Rückgang ihrer Rentabilität, was ein schwieriges Jahr widerspiegelt. „Die Stärke unserer Innovationen und die gute Dynamik in den Bereichen Bodenpflege, Wäschepflege und Kochgeschirr sowie das anhaltende Wachstum unserer Online-Verkäufe reichten nicht aus, um die großen konjunkturellen Gegenwinde auszugleichen: Zölle in den USA, Währungsschwankungen und eine hohe Vergleichsbasis im Bereich Professional. Diese negativen Effekte ließen im 4. Quartal allmählich nach.“
Mit der Umsetzung des Rebound-Plans starte man ein für den Konzern entscheidendes Projekt mit dem Ziel, wieder auf profitablen Wachstumskurs zurückzukehren: Beschleunigung und Stärkung der Wirkung der Innovationen und Intensivierung der Interaktion mit den Verbrauchern, insbesondere dank der neuen Möglichkeiten, die die künstliche Intelligenz bietet. Der Plan umfasse auch ein gezieltes Einsparungsprogramm in Höhe von 200 Millionen Euro, um die Organisation des Konzerns zu vereinfachen und die operative Agilität zu steigern.Stanilas de Gramont weiter: „Die Stärken unseres strategischen Modells und die Umsetzung des Rebound-Plans unterstützen unser mittelfristiges Ziel: ein jährliches organisches Umsatzwachstum von 5 % und eine operative Marge von 10 %, die dann auf 11 % gesteigert werden soll.“
Im Gesamtjahr 2025 erzielte die Groupe SEB einen Umsatz von 8.169 Mio. Euro, das entspricht einem leichten organischen Wachstum von 0,3 % (-1,2 % auf berichteter Basis). Diese Veränderung spiegelt einen positiven Umfangseffekt von 1,0 % und einen Währungseffekt von -2,5 % wider. Der Geschäftsbereich Consumer verzeichnete einen Umsatz von 7.175 Mio. € und ein organisches Wachstum von 1,1 % (-1,6 % auf berichteter Basis), wobei die Trends je nach Region unterschiedlich ausfielen:
In EMEA war ein moderater Anstieg (+2,0 % LFL; +2,8 % ohne Treueprogramme) zu verzeichnen, der das Wachstum in fast allen westeuropäischen Märkten widerspiegelt, das jedoch teilweise durch eine unterdurchschnittliche Entwicklung in Deutschland ausgeglichen wurde. Der Umsatz in Deutschland blieb hingegen hinter den Erwartungen zurück und ging zurück, was insbesondere auf den Rückgang im Bereich elektrisches Kochen zurückzuführen war.
In Asien (+2,7 %) kehrte man zu organischem Wachstum zurück, das insbesondere von China getragen wurde, in einem weitgehend stabilen Markt im Jahr 2025.
In Amerika (-4,9 % LFL) war das Jahr geprägt von den direkten und indirekten Auswirkungen der Änderungen der Zölle in Nordamerika sowie von den negativen Auswirkungen des Klimaphänomens La Niña auf den Verkauf von Ventilatoren in Südamerika.
Nach Produktlinien betrachtet gab es eine positive Dynamik bei Kochgeschirr und Küchenutensilien, Bodenpflege und Wäschepflege, unterstützt durch Produktinnovationen. Bei Küchengeräten war die Geschäftsentwicklung uneinheitlicher. Nach Vertriebskanälen betrachtet stiegen die Online-Verkäufe um rund 10 % LFL, insbesondere unterstützt durch Direct-to-Consumer (DTC). Das Professional-Geschäft ging um 5,9 % LFL zurück, belastet durch eine besonders hohe Vergleichsbasis im ersten Halbjahr 2024. Diese Aktivität stabilisierte sich jedoch in der zweiten Hälfte des Jahres 2025.





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