Kahla insolvent
- Christine Dicker

- vor 8 Stunden
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Wie der MDR mitteilt, hat die Porzellanmanufaktur Kahla Insolvenz angemeldet. Das teilte das Unternehmen am 4. März 2026 mit. Die 120 Mitarbeiter seien in einer Betriebsversammlung informiert worden, so Geschäftsführer Daniel Jeschonowski.
Das Traditionsunternehmen aus Thüringen soll den Angaben nach neu aufgestellt werden. Die Produktion laufe in vollem Umfang weiter, auch Aufträge würden weiterhin entgegengenommen, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Thomas Jacobs. Die Bezahlung der Mitarbeiter ist demnach über das Insolvenzgeld abgesichert.
Das Unternehmen nennt mehrere Gründe für die finanzielle Schieflage. So sei die Auftragslage in dieser Saison schlechter als erwartet, zudem gebe es im Gastronomiebereich eine deutliche Kaufzurückhaltung. Hinzu komme, dass die ohnehin sehr hohen Energiekosten wegen des Kriegs im Nahen Osten weiter ansteigen, heißt es. Schon während der Corona-Krise war Kahla-Porzellan ins Straucheln geraten. So meldete der Betrieb im März 2020 Insolvenz an, damals führte ein gescheitertes Großprojekt zu dem finanziellen Engpass. Ein halbes Jahr später kaufte Daniel Jeschonowski das Unternehmen, das damals noch etwa 250 Mitarbeiter zählte.






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