top of page
tischgespraech_logo - black.png
instagram-logo (1).png
instagram.png
facebook-logo Kopie.png
facebook.png
linkedin-logo.png
linkedin.png

Gefu: Wir punkten mit einer großen Sortimentstiefe

  • Autorenbild: Christine Dicker
    Christine Dicker
  • 22. Sept. 2025
  • 5 Min. Lesezeit

- HINTERGRUND -


Daniel (links) und sein Vater Rudolf Schillheim führen seit einem Jahr gemeinsam die Geschäfte bei Gefu.
Daniel (links) und sein Vater Rudolf Schillheim führen seit einem Jahr gemeinsam die Geschäfte bei Gefu.

Seit gut einem Jahr ist Daniel Schillheim Teil der Geschäftsführung von Gefu. Gemeinsam mit seinem Vater Rudolf leitet er das Sauerländer Familienunternehmen. Auf der EK Live in Bielefeld habe ich die beiden zum Gespräch getroffen.


2025 ist kein einfaches Jahr. Deshalb wollte ich gleich zu Beginn wissen, wie es Gefu aktuell geht. „Wir sind richtig gut unterwegs. Wir planen immer ambitioniert – und diesen Plan haben wir schon übertroffen“, sagt Rudolf Schillheim gut gelaunt. Alle Sortimente liefen stabil, auch wenn es saisonale Schwankungen gebe. „Dieses Jahr ist ein hervorragendes Erntejahr. Das spüren wir besonders bei Produkten rund ums Entsteinen und Passieren. Unsere Stärke liegt in der Zubereitung – da punkten wir mit einer großen Sortimentstiefe.“


Das sei auch das Erfolgsrezept von Gefu: „Viele Kunden starten mit einem Produkt, überzeugen sich von der Qualität und erweitern dann ihre Aufträge.“


Immer wieder bringt Gefu neue Produkte auf den Markt. Wie wird entschieden, was ins Sortiment kommt? „Wir prüfen als Vollsortimenter, was im Sortiment noch fehlt, um dem Fachhandel alles aus einer Hand anbieten zu können“, erklärt Daniel Schillheim. Für das kommende Jahr habe man schon einen neuen Bereich definiert, den man aber noch nicht verraten wolle. „Damit grenzen wir uns vom Wettbewerb ab. Der Handel kann sich so auf einen Lieferanten konzentrieren.“


Unter anderem hat Daniel Schillheim die Serie X-Plosion mitentwickelt. Sie kam 2020 auf den Markt.
Unter anderem hat Daniel Schillheim die Serie X-Plosion mitentwickelt. Sie kam 2020 auf den Markt.

Daniel ist im Unternehmen vor allem für den Vertrieb zuständig. Doch auch in die Produktentwicklung – eigentlich die Domäne seines Vaters – ist er eingebunden. „Ich bin seit 14 Jahren bei Gefu dabei, habe alle Stationen durchlaufen und kenne alle Prozesse. Auch bei der Frage „Machen wir es oder nicht?“ bin ich eingebunden“, sagt er, der unter anderem die X-Plosion-Serie mitentwickelt hat.


Die Produktentwicklung sei immer ein Gemeinschaftsprozess, ergänzt Rudolf Schillheim. “Viele Impulse kommen direkt aus dem Fachhandel. Was läuft gut? Was sollte besser werden? So sind schon viele Produkte entstanden – manchmal sehr kurzfristig, wenn es keine kompletten Neuentwicklungen waren.“


Auch die Nachfolge wurde früh geregelt. „Uns geht es um Glaubwürdigkeit. Wir wollen zeigen: Gefu ist und bleibt der verlässliche Partner in punkto Küchenwerkzeuge.“, so Rudolf Schillheim.


Die Zusammenarbeit zwischen Vater und Sohn funktioniert, auch wenn es mal knirscht. “Wir haben beide unsere eigenen Bereiche. Überschneidungen gibt es kaum. Klar, manchmal reibt es sich, aber danach ist alles wieder gut“, so Daniel. Sein Vater ergänzt: „Früher habe ich allein entschieden. Heute sind wir zu zweit. Da muss man auch mal neue Wege zulassen.“


Daniel fasst es so zusammen: „Ich durfte viel von meinem Vater lernen, möchte aber meine eigenen Entscheidungen treffen – eine Kopie wird nie so gut wie das Original. Sein Wunsch: dass der Vater so bleibt, wie er ist, und noch lange im Unternehmen aktiv sein wird. Und der Vater wünscht sich: „Dass er seinen eigenen Weg geht!“


Daniel Schillheim hat zusätzlich zum gemeinsamen Gespräch noch einige Fragen exklusiv beantwortet:


Was war für Sie neu in der Position als Geschäftsführer bei Gefu?

Neu war für mich vor allem die Verantwortung in der Gesamtheit: Jede Entscheidung hat Auswirkungen auf viele Ebenen – Team, Markt, Partner, Marke. Das Bewusstsein, Tradition zu bewahren und gleichzeitig Neues mutig voranzutreiben, ist und bleibt für mich der spannendste Teil dieser Aufgabe.


Was würden Sie rückblickend anders machen?

Es gab Momente, in denen ich Entscheidungen vielleicht zu schnell getroffen habe. Heute weiß ich: Manche Dinge brauchen Zeit. Wichtig ist, aus jedem Schritt zu lernen und sich weiterzuentwickeln.


Haben Sie Ihren eigenen Führungsstil gefunden?

Ich denke schon. Mir ist wichtig, offen zu kommunizieren, klare Ziele zu setzen und mein Team zu motivieren, eigene Ideen einzubringen. Ich durfte viel von meinem Vater lernen, möchte aber meinen eigenen Weg gehen – denn eine Kopie wird nie so gut wie das Original.


Apropos „Original“ - wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Ihrem Vater?

Ich würde es so beschreiben: Erfahrung trifft auf frische Impulse. Eine Mischung, die ein großer Vorteil für Gefu ist. Denn wir tauschen uns eng aus und ergänzen uns sehr gut.


Gefu ist ein Familienunternehmen. Wie sehen Sie deren Zukunft in Ihrer Branche?

Ich bin überzeugt, dass Familienunternehmen auch in Zukunft erfolgreich sein werden – wenn sie flexibel bleiben, mutig investieren und gleichzeitig ihre Werte bewahren. Genau das macht Gefu seit Jahrzehnten aus.


Welche besondere Verantwortung haben Sie in Ihrem ersten Jahr übernommen?

Mein Schwerpunkt liegt ganz klar im Vertrieb. Meine Aufgabe ist es, unsere Marke national wie international weiterzuentwickeln, neue Märkte zu erschließen und den partnerschaftlichen Dialog mit dem Handel noch aktiver zu gestalten.


Wie hat sich Gefu unter Ihrer Leitung im Vertrieb entwickelt?

Wir konnten unsere Präsenz sowohl national als auch international spürbar ausbauen. Dabei ist die Zahl unserer stationären Handelspartner weitergewachsen, während wir zugleich großen Wert darauflegen, die Zusammenarbeit mit bestehenden Partnern weiter zu intensivieren und nachhaltig zu stärken.


Apropos Fachhandel. Wie hat der die neue Enno-Messerserie angenommen?

Die Enno-Serie ist ein schöner Erfolg und zeigt, dass wir auch mutige Wege gehen können. Die Rückmeldungen sind sehr positiv. Wir prüfen aktuell, welche weiteren Segmente wir im Bereich hochwertiger Küchenwerkzeuge eröffnen können. Ziel ist es ein Vollsortimenter zu werden. Ein starker Partner für alles.


Blicken wir auf 2025 / 2026 - wo setzen Sie Ihre Schwerpunkte im kommenden Jahr?

Die Internationalisierung bleibt ein zentrales Thema. Zudem möchte ich neue Zielgruppen ansprechen, die Marke emotional weiter aufladen und unsere internen Prozesse durch Digitalisierung noch effizienter gestalten.


Der Flexicut ist das persönliche Lieblingsprodukt von Daniel Schillheim.
Der Flexicut ist das persönliche Lieblingsprodukt von Daniel Schillheim.

Schauen wir weiter in die Zukunft - was möchten Sie nach 2 Jahren erreicht haben?

Mein Ziel ist es, Gefu zukunftssicher und innovativ aufzustellen – mit einer starken Marke, einem klaren Produktprofil und stabilen, vertrauensvollen Partnerschaften. Und vor allem mit einem Team, das Freude an gemeinsamen Erfolgen hat.


Planen Sie Investitionen im nächsten Jahr?

Ja. Wir wollen weiter in neue Designs, nachhaltige Prozesse und die Digitalisierung investieren – damit wir auch morgen ein starker Partner für Handel und Endkunden bleiben.


Stichwort Digitalisierung. Welche Rolle spielt diese zusammen mit KI bei Gefu?

Die digitale Transformation ist auch für uns ein wichtiges Thema. KI unterstützt uns dabei, Prozesse zu optimieren, vor allem im Marketing und im E-Commerce nutzen wir die künstliche Intelligenz bereits. Weitere Bereiche kommen stetig hinzu. Es ist wichtig, Trends frühzeitig zu erkennen und unsere Handelspartner noch besser zu unterstützen.


Und zum Schluss noch ein paar persönliche Fragen an Daniel Schillheim:

Kochen Sie eigentlich selbst gerne?

Ja, absolut. Wenn es die Zeit zulässt, koche ich sehr gerne für meine Familie. Ich mag frische, unkomplizierte Gerichte – ein gutes Steak, Pasta oder ein griechischer Salat stehen oft auf dem Tisch.


Was ist Ihr persönliches Gefu-Lieblingsprodukt?

Der Gemüse- und Obstteiler Flexicut ist mein Favorit – er steht für unsere Werte bei Gefu: funktional, langlebig, ohne Strom, gut durchdacht und einfach in der Handhabung. Damit machen wir uns zuhause am liebsten und ganz schnell ein Blech mit Kartoffelspalten und dazu einen Kirschtomaten Salat. Ein Menü mit nur einem Produkt. Besser geht es gar nicht, oder?


Und welches Küchenwerkzeug würden Sie persönlich gerne erfinden?

Man muss die Welt nicht immer neu erfinden, es reicht oft schon aus, Dinge einfach neu zu überdenken und diese dann zu verbessern.


Letzte Frage: Gibt es eine Auszeichnung, die Sie gerne mit Gefu gewinnen würden?

Wir haben mit unserem Team bei Gefu schon viele renommierte Auszeichnungen erhalten. Ob „German Brand Award“, „iF Design Award“ oder „Marke des Jahrhunderts“, „PLUS X Award“ oder „Kitchen Innovation Award“ – am wichtigsten ist mir, dass unsere Produkte im Alltag überzeugen. Denn das ist für mich die größte Auszeichnung.



Kommentare


Jeden Dienstag alles erfahren, was in der Branche passiert. Wenn Sie auch mitreden wollen, dann hier clicken... 

instagram-logo Kopie.png
linkedin_logo Kopie.png
facebook-logo Kopie.png

Impressum | Datenschutz  | AGB  | Mediadaten

bottom of page