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  • AutorenbildChristine Dicker

Michael Kasper: kela-Produkte sollen eine DNA bekommen

Aktualisiert: 28. Mai

- HINTERGRUND -

 

Seit Januar ist Michael Kasper zusammen mit Marcel Michalek Geschäftsführer der Keck & Lang GmbH (kela). Die berühmten 100 Tage sind also vorbei – ich habe mit Kasper telefoniert, um zu hören, was der „Neue“ in dem baden-württembergischen Unternehmen vor hat.

Aber erst einmal ein kurzer Blick zurück: Als Michael Kasper vor mehr als zwei Jahren die WMF verließ, war er für 1,5 Jahre als Geschäftsführer bei der K+W Polstermöbel GmbH im oberfränkischen Mitwitz tätig. Das liegt weit weg von seiner Heimat, auch die Branche ist eine völlig andere. „Ich hatte keinen Druck zu wechseln,“ erklärt Kasper. Aber die Gespräche mit der Eigentümerfamilie von kela, die Kasper noch von früher kannte, und natürlich die Möglichkeit in die „alte“ Branche zurückzukehren, gaben dann den Ausschlag. „Wir hatten in Mitwitz viel angestoßen, das Ergebnis konnte ich dann natürlich nicht mehr genießen,“ sagt Kasper.

Heute arbeitet Michael Kasper bei kela mit Marcel Michalek in einer Doppelspitze – er ist für die Produkte, die Marke und den Vertrieb zuständig, Michalek für alles rund um die Finanzen und Verwaltung. „Die Zusammenarbeit funktioniert gut, wir hatten uns ja schon vorher kennengelernt und merkten, dass wir miteinander können,“ resümiert Kasper. Und die beiden haben einiges vor. Thomas Keppler, der vorherige Geschäftsführer, hatte kela einen neuen Markenauftritt verpasst, der von der CI über den Messebau bis hin zu POS-Möbeln und dem Ladenbau reichte. Der ist sehr gut gelungen, findet Kasper. Im Zuge dessen wurde von Keppler auch das Sortiment gestrafft, so dass es hier laut Kasper heute einige Lücken gebe.

Insbesondere in den Produktsegmenten Vor- und Zubereiten, Kalt- und Warmgetränke sowie Ordnen und Aufbewahren. „Wir haben schon ein paar Themen, unser Ziel ist es, eine DNA für die kela-Produkte zu entwickeln, sodass man sofort sieht, das ist kela,“ beschreibt Kasper die Aufgabe, die vor ihm liegt. „Wir müssen uns da natürlich immer die Frage stellen: Passt der Auftritt zum Konsumenten?“ „Wir haben gute konsumige Themen, aber wir müssen eben noch typische kela-Produkte entwickeln. Bei den Müllentsorgern sind wir da schon ganz gut, aber in den anderen Bereichen gibt es noch viel zu tun,“ so Kasper.

Seine Zielgruppe hat das Unternehmen übrigens im Möbel- und Einrichtungshandel, im Facheinzelhandel, aber auch im LEH und den Drogeriemärkten. Mit unterschiedlicher Klientel. Wie soll das funktionieren, allen diesen mit einer Marke gerecht zu werden, frage ich Kasper. „Bei den Müll- und Entsorgungssystemen sowie bei Kochen am Tisch Themen funktioniert das gut“, erklärt er mir, „auch das Segment der Textilien wird dahingehend ausgebaut.“ Der Fachhandel sei der absolut wichtigste Absatzkanal für kela, stellt Kasper fest. Die Zusammenarbeit mit diesem soll weiter ausgebaut werden, unter anderem durch Digitalisierung.

Ein paar Veränderungen sieht man heute schon: So hat kela erstmals komplette Farbkonzepte für den Badbereich eingeführt. Vom Seifenspender über den Abfalleimer bis hin zu den Badtextilien sind alle Produkte farblich aufeinander abgestimmt. Das kommt laut Kasper sehr gut an – und schließlich liegt ja Farbe im Bad wieder im Trend, mit solchen Accessoires lassen sich schnell Veränderungen herbeiführen.

So viel zum Thema Produkte. Kasper ist aber auch für den Vertrieb verantwortlich, auch da hat er vieles vor: „Aus meiner Zeit bei der WMF kenne ich noch viele Entscheidungsträger und Key-Accounts, das ist sehr hilfreich, dadurch kommen wir gut voran. Auch International sind wir gerade sehr aktiv, bislang liegt unser Exportanteil bei ca. 25 %. Der soll deutlich steigen, da sind wir auf einem guten Weg.“ Auch den Hotel- und Gastrobereich sieht Kasper als ein für kela durchaus wichtiges Segment: „Weil wir alles aus einer Hand bieten können – von der Pfanne über sämtliche Bad-Accessoires, das ist ein echter Vorteil. Hier wachsen wir sehr gut.“ Es tut sich also einiges bei kela.





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