• Christine Dicker

So kocht Deutschland – Food Studie von Chefkoch

- HINTERGRUND -

 

Chefkoch, nach eigenen Angaben größte Food-Plattform Europas mit aktuell mehr als 350.000 Rezepten und monatlich bis zu 22 Millionen Nutzerinnen, hat gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact eine Food Studie durchgeführt und dabei sechs verschiedene Kochtypen identifiziert. Befragt wurden 1300 Menschen zu ihren Vorlieben und Bedürfnissen rund um das Thema Kochen.


Und das sind die sechs Typen: Die Familienversorgerinnen, die Anspruchsvollen, die Unerfahrenen, die Konservativen, die Aktiven und die Lebensmittelallergikernnen. Die Kochenden können in diesem Zusammenhang mehreren Kategorien angehören oder je nach Situation von einer Gattung in eine andere wechseln.

Die größten Unterschiede finden sich in der Kochmotivation wieder, die stark vom Alltag, den eigenen Fähigkeiten und der Gesundheitssituation abhängig ist. Einflussfaktoren stellen unter anderem die Versorgung der Familie, das schnelle Kochen im Alltag oder aber die Zubereitung eines anspruchsvollen Menüs dar. Alle sechs Kochtypen empfinden den Zubereitungsprozess und das gemeinsame Essen im Anschluss mehrheitlich als wertvolles Gemeinschaftserlebnis und besitzen darüber hinaus eine weitere entscheidende Gemeinsamkeit: Ihre Hauptinspirationsquelle sind Online-Foodplattformen wie Chefkoch.


Die Familienversorgerinnen

Die Familienversorgerinnen machen 18 % der befragten Kochinteressierten aus. Für diesen Kochtypus (68 % Frauen, 32 % Männer) steht die Familie und deren Versorgung im Fokus. Ihr Leitmotiv lautet: „Beim Kochen muss es schnell gehen und es soll allen schmecken“. Auch auf die Verwertung von Resten wird Wert gelegt. Restaurantbesuche und Lieferdienste kommen für die Zugehörigen dieser Kategorie eher nicht infrage. Inspiration suchen und finden sie auf Online-Portalen (92 %), in Rezepten (63 %) sowie über Food-Trends (36 %). Die Familienversorgerinnen sind zumeist allein für das Zubereiten der Speisen zuständig, aber die Partnerinnen und Kinder üben einen großen Einfluss auf die Auswahl der Gerichte aus und dürfen mit entscheiden.


Die Anspruchsvollen

Für die Anspruchsvollen (15 % der interviewten Kochaffinen, davon 48 % Frauen, 52 % Männer) spielt die Qualität in der Küche eine übergeordnet wichtige Rolle. Sie wollen sich etwas Gutes tun, setzen auf frische, regionale sowie saisonale Lebensmittel und meiden Fast Food sowie Fertigprodukte. Die Anspruchsvollen nehmen sich gern Zeit für das Zubereiten (75 %), denn für sie bedeutet Kochen Glück (70 %). Als routinierte Köchinnen benötigen sie Rezepte nur zu besonderen Anlässen, 50 % aller Befragten in dieser Gruppe nutzt diese lediglich zur Ideenfindung. Hauptinspirationsquelle für die Anspruchsvollen sind wie bei den Familienversorgerinnen Online-Portale (83 %), aber auch Food-Trends werden von fast der Hälfte (45 %) aufgegriffen.


Die Unerfahrenen

Die Unerfahrenen (18 % der befragten Kochinteressierten, 39 % Frauen, 61 % Männer) hegen wenig Interesse daran, lange in der Küche zu stehen und fokussieren sich daher auf einfache Gerichte mit kurzer Zubereitungszeit. Auch die Unerfahrenen empfinden Kochen als wertvolles Gemeinschaftserlebnis (71 %), allerdings assoziieren nur 37 % die Küchenzeit mit hohem Glücksempfinden. Die Entscheidung, was gekocht werden soll, fällt den Unerfahrenen schwer, so dass sie vermehrt auf Online-Plattformen (75 %), Rezepte (31 %) und Social Media (22 %) als Inspiration zurückgreifen.


Die Konservativen

12 % der Studienteilnehmerinnen lassen sich zur Kategorie der Konservativen zusammenfassen (62 % Frauen, 38 % Männer). Sie mögen einfache, schnelle Gerichte, die lecker schmecken sollen. Dieser Typus weist keine gehobenen Ansprüche an die Nahrung auf, kocht überwiegend ohne Rezept und hat auch mal keine Lust den Kochlöffel zu schwingen bzw. verbindet Kochen nicht automatisch mit Glücksgefühlen (42 %). Inspiration finden die Konservativen über das Recherchieren auf Food-Portalen (84 %) und in Kochbüchern (35 %) während Food-Trends eher von geringerer Bedeutung sind (17 %).


Die Aktiven

Die Aktiven stellen mit 24 % (davon 39 % Frauen, 61 % Männer) die größte Gruppe unter den Kochtypen dar. Sie kochen einfache bis mittelschwere Gerichte, ab und zu wird auch mal zu Fertiggerichten oder Take-away Lösungen gegriffen. Menschen, die diesem Typus angehören, mögen Kochvideos- und shows, sind fitnessorientiert und teilweise bewusste Esserinnen. Den Aktiven geht es insbesondere um das Teilen der positiven Kocherfahrungen – auch via Social Media. Sie nutzen Rezepte zur Ideenfindung aus ganz verschiedenartigen Quellen: 46 % der Interviewten in dieser Gruppe greifen auf soziale Medien zurück, 68 % stöbern in Kochbüchern nach passenden Gerichten. Außerdem spielen ausgefallene, innovative Food-Trends (61 %) neben Online-Plattformen (94 %) eine große Rolle für die Kochinspiration.


Die Lebensmittelallergikerinnen

Für die Gruppe der Lebensmittelallergikerinnen (13 % der befragten Kochinteressierten, davon 66 % Frauen, 34 % Männer) ist Kochen mit Planung verbunden, denn sie sind in Hinblick auf die Lebensmittelverträglichkeit stark eingeschränkt. Aufgrund dieses Umstands fällt ihnen die Kochentscheidung oftmals schwer: Mehr als die Hälfte empfindet Kochen als stressig und aufwändig. Als kontrollierte Esserinnen sind sie stets an neuen Ernährungs- und Kochstilen interessiert und auf der Suche nach Inspiration. Hilfe beim Entscheidungsprozess bieten ihnen Online-Portale (94 %), klassische Rezepte (61 %) sowie Social Media und Food-Trends zu gleichen Teilen (je 35 %).

https://www.chefkoch.de/foodstudie


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