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Die TrendSet im Januar: Warum der spätere Termin 2027 eine Ausnahme bleibt

Autorenbild: Christine Dicker
Christine Dicker
vor 6 Stunden
3 Min. Lesezeit

- HINTERGRUND -

Die TrendSet Winter ist traditionell die Messe, mit der das neue Orderjahr beginnt. Doch 2027 verschiebt sich die Fachmesse ungewohnt weit nach hinten: Sie findet dann vom 21. bis zum 23. Februar, und damit noch nach der Ambiente, statt. Tatjana Pannier, Geschäftsführerin der TrendSet GmbH, hat tischgespraech.de die Hintergründe dafür erklärt, wie die Planungen für 2028 und 2029 aussehen und warum der Messestandort München trotz aller Herausforderungen stabil bleibt.


Tatjana Pannier, Geschäftsführerin der TrendSet GmbH.
Tatjana Pannier, Geschäftsführerin der TrendSet GmbH.

tischgespraech.de: Frau Pannier. die TrendSet startet normalerweise direkt im Januar in die neue Ordersaison. Warum findet die Messe im kommenden Jahr erst im Februar statt?

Tatjana Pannier: Der späte Termin ist den logistischen Rahmenbedingungen auf der Messe München geschuldet. Vom 11. bis zum 15. Januar findet in München die Weltleitmesse BAU statt, die nur alle zwei Jahre ausgetragen wird. Aufgrund der enormen Dimensionen dieser Messe und der langen Auf- und Abbauzeiten waren die Hallen für uns im Januar schlichtweg komplett belegt.

Wir haben gemeinsam mit der Messe München alle Optionen geprüft – darunter auch eine Verschiebung der BAU um eine Woche nach hinten, was jedoch aufgrund bereits veröffentlichter Termine nicht mehr möglich war. Die einzige verbliebene Alternative wäre ein Paralleltermin zur Ambiente gewesen, was für Aussteller und Besucher noch größere Nachteile gebracht hätte. Der jetzige Termin im Februar war somit die einzig machbare Lösung.


tischgespraech.de: Viele Aussteller und Besucher befürchten nun, dass sich dies 2029 zur nächsten BAU wiederholen wird. Können Sie hier Entwarnung geben?

Tatjana Pannier: Ganz klar: Das Jahr 2027 ist eine absolute Ausnahme. Für 2028 und auch für 2029 stehen die Termine bereits fest: Die TrendSet wird dann wieder wie gewohnt als erster Ordertermin ganz am Anfang Januar stattfinden. Auch 2029, wenn die BAU wieder ansteht, bleibt unser früher Termin gesichert, da sich die Termine der BAU dann nach hinten verschieben.


tischgespraech.de:  Wie stark macht sich dieser späte Termin 2027 beim aktuellen Anmeldestand der Aussteller bemerkbar?

Tatjana Pannier:  Natürlich spüren wir die Veränderung. Einige Aussteller haben ihre Flächen verkleinert, und vereinzelte Firmen fehlen uns durch den späten Zeitpunkt komplett. Dennoch können wir Entwarnung geben: Das Angebot wird gewohnt breit gefächert und vielseitig sein. Die allermeisten unserer Aussteller sind wieder mit an Bord.


Besonders positiv ist der enge Austausch: Die Aussteller sagen nicht einfach ab, sondern suchen das persönliche Gespräch mit uns. Wir telefonieren derzeit fast mit jeden Aussteller direkt, um gemeinsam individuelle Lösungen zu finden.


tischgespraech.de:  Was tun Sie konkret, um den Besuchern trotz des neuen Termins ein optimales Messeerlebnis zu bieten?

Tatjana Pannier: Wir konzentrieren uns räumlich voll auf den Eingang Ost und werden dort vier Hallen (die A- und B-Hallen) belegen. Das war uns bei der Flächenaufteilung extrem wichtig, um den Besuchern kurze Wege und ein kompaktes, attraktives Messeerlebnis zu garantieren. Parallel findet zudem die Inhorgenta im Westgelände der Messe statt.


Die TrendSet Winter 2027 findet im kommenden Februar am Messeplatz München statt.
Die TrendSet Winter 2027 findet im kommenden Februar am Messeplatz München statt.

Und für die Fachbesucher stellen wir ab Anfang November unsere Trendvorschau bereit. So können sie sich frühzeitig in unseren Social-Media-Kanälen und in der Online Inspiration Area TRENDSET365 über die kommenden Trends und Produkte informieren, ihr Sortiment für Frühjahr, Sommer und Ostern planen und dann direkt auf der TrendSet Winter 2027 im breiten Angebot vor Ort in München ordern. Außerdem werden wir immer wieder auf den späteren Termin hinweisen, um die Messeplanung zu sichern.


tischgespraech.de: Ein Dauerthema bei Messen sind die Kosten für die Besucherinnen und Besucher, insbesondere das Parken. Die Eintrittskarte liegt stabil bei 20 € für ein Tagesticket. Gibt es beim Parken eine Entlastung?

Tatjana Pannier: Bei den Preisen – das gilt für die Standgebühren wie auch die Eintrittspreise – ist es uns wichtig zu betonen: Wir halten unsere Preise stabil, obwohl der Standort München generell teurer wird. Das heißt, wir geben die gestiegenen Kosten nicht weiter.


Das Thema Parken ist jedoch komplexer: Weder die Parkhäuser noch die Parkgebühren liegen in der Hand der TrendSet. Wir verdienen daran keinen Cent. Im Gegenteil: Wir zahlen selbst einen fünfstelligen Betrag an den Betreiber, um diese Infrastruktur für unsere Messe überhaupt nutzen zu dürfen. Trotzdem befinden wir uns aktuell in intensiven Gesprächen mit der Messe München, um zu prüfen, ob wir für unsere Fachbesucher Erleichterungen bei den Parkgebühren erwirken können. Versprechen können wir es noch nicht, aber wir bleiben dran.


tischgespraech.de: Gibt es abschließend noch eine Botschaft, die Ihnen besonders am Herzen liegt?

Tatjana Pannier: Wir sehen, dass sich die meisten Aussteller weder Messe noch Publikum in München entgehen lassen wollen, auch wenn der Termin später ist als gewohnt. Wir hoffen, dass auch unsere Besucher uns die Treue halten und im Februar nach München kommen, um die Vielfalt und das Angebot der TrendSet zu nutzen. Wir wissen, dass diese Treue durch den späten Termin logistisch herausfordernd ist. Aber wir tun alles dafür, dass sich der Besuch Ende Februar lohnt. Und für Kurzentschlossene gilt: Es gibt aktuell noch einige freie Plätze für Aussteller.


tischgespraech.de: Frau Pannier, danke für das Gespräch.

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